Leonidov® - Wissenswertes Ohrakupunktur

Leonidov® - Wissenswertes Ohrakupunktur

 

Ohrakupunktur

 

Eine relativ neu bekannt gewordene Art der Akupunktur ist die Ohrakupunktur (auch unter dem Begriff der Aurikulotherapie) zu finden. Obwohl dieses Verfahren auch eine über 2000 Jahre alte Geschichte hat und die Wurzel nicht nur in der TCM sondern auch in anderen Ländern und Regionen zu finden sind, wird diese Art von Akupunktur mit dem Namen von Dr. Nogier aus Frankreich verbunden. In jahrelanger Arbeit hat er verschiedene Dokumente zu dem Thema studiert und aufbereitet, so dass er eine Systematik in dieser Therapiemethode eingeführt hat. An dieser Stelle wäre zu erwähnen, dass neben der westlichen Französischen Schule auch die Lehren der Chinesischen Schule eine breite Anwendung finden. Es existiert auch eine Russischen Schule für Ohrakupunktur. Bei der Ohrakupunktur wird das Ohr als Mikroprojektion des Körpers betrachtet. Die entsprechenden Punkte am Ohr korrespondieren mit Organen und Körperregionen. Diese Punkte sind allerdings nur dann empfindlich, wenn sie durch eine Disharmonie gereizt sind. So wird auch die zu behandelnde Stelle gefunden.

Da die Lokalisierung der zu behandelnden Punkte fein erfolgen sollte, empfiehlt sich neben der optischen Diagnostizierung – solche Punkte können eine andere Hautfarbe oder Hautaussehen aufweisen - die Anwendung von Punktsuchern (Drucktastern, Sonden). Diese können starr oder auch gefedert sein. Die Punktsucher haben eine abgerundete Spitze, um die Hautstellen nicht zu verletzen. Der richtige Punkt wird durch das schmerzhafte Empfinden des Patienten lokalisiert.

Punktsucher-sttarr.jpg Punktsucher-gefedert.jpg
Punktsucher (starr) Punktsucher (gefedert)


Eine andere Möglichkeit sind die elektronischen Punktsucher, die den Hautwiederstand an der entsprechenden Stelle messen und so die Punkte lokalisieren. An der Stelle sei erwähnt, dass der spezifische Hautwiederstand auch beim selben Patienten sehr schwanken kann, weshalb eine Kalibrierung des Gerätes sehr wichtig ist.

Ähnlich wie bei der Körperakupunktur verweilen die Akupunkturnadeln ca. 20-40 Minuten am Ohrakupunkturpunkt. Zum Einsatz kommen Akupunkturnadeln der kleineren Größen mit Dicken von ca. 0.20-0.30 mm. In der Literatur ist oft eine Gesamtnadellänge von 30-35 mm als Empfehlung zu finden. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Nadelgriff in der Regel ca. 20 mm lang ist, wären das die Nadellängen von ca. 10-15 mm. Eine größere Nadellänge ist nicht erforderlich, da die Einstichtiefe bei der Ohrakupunktur auch gering ist.

Eine weitere Möglichkeit für die Ohrakupunktur stellen die Dauernadeln dar. Wie der Name auch sagt sind diese Nadeln für eine längere Verweildauer bestimmt (Stunden bis Tage) Diese können verschiedene Formen haben. Die Nadel kann zum Beispiel einen Widerhaken hinter der Spitze haben. Diese Art von Dauernadeln werden als am meisten traumatisierend betrachtet. Eine weitere Möglichkeit sind die Dauernadeln, die eine kreisförmig abgebogene Unterlage haben und auf Pflaster fixiert sind. Durch den fehlenden Widerhaken sind diese Dauernadeln schmerzarmer bei der Applikation. Hier wiederum gibt es Unterschiede ob ein einseitiges oder doppelseitiges Pflaster verwendet wird. Das doppelseitige Pflaster das die kreisförmige Unterlage umschließt sorgt für einen besseren Halt und mehr Tragekomfort.
 

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Dauernadeln auf Pflaster


In Verbindung mit der Ohrakupunktur können Pflaster mit Metallkügelchen verwendet werden. Genauso finden auch Magnete auf Pflastern Anwendung. Eine interessante Kombination stellen die Magnetkügelchen auf Pflastern dar. So können solche Magnetkügelchen auch verschiedene Farben der Beschichtung aufweisen (gold, silber), in Abhängigkeit davon ob eine aktivierende oder beruhigende Wirkung der jeweiligen Punkte gewünscht ist. Eine ähnliche Druckreizwirkung üben auch die Ohrsamen aus. Sie werden ebenfalls mit Hilfe von Pflastern befestigt.
 

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Magnetkügelchen auf Pflaster