Beiträge zum Thema: Kinesiology Tape

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Sprühkleber und Kinesiologie Tape

 

Sprühkleber und Kinesiologie Tape

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Bei der Anwendung von Kinesiologie Tape spielen die Eigenschaften des Acrylklebers eine bedeutende Rolle. Sie sind genau so wichtig wie die Hautverträglichkeit des Klebers. Die Klebeeigenschaften unterscheiden sich vom Hersteller zu Hersteller. In der Praxis ist es sehr schwer, ein kinesiologisches Tape zu produzieren, welches allen Ansprüchen der Anwender genügt. Die richtige Balance zwischen Hautverträglichkeit und Klebekraft ist allein für sich eine Herausforderung für die Hersteller. Dazu kommen noch die Faktoren, die von der Art der Tape-Anlagen abhängen (z. B. Vordehnung und Zugkraft beim Anbringen des Tapes, die Stelle am Körper, die Anzahl der übereinander gelegten Tape-Lagen usw.). Weitere Umstände wie Kontakt mit Wasser, Schwitzen u.a. spielen auch eine Rolle. Auch der Stoffwechsel oder die Einnahme von Medikamenten können dies beeinflussen.

Die verschiedenen Hauttypen und Zustände der Haut beim Tapen sind ebenfalls nicht zu vernachlässigen. In der Praxis zeigt sich oft, dass das selbe Tape bei verschiedenen Personen unterschiedlich lange hält. Bei einigen Patienten kann das Tape bereits nach wenigen Stunden abgehen, bei anderen vergehen Tage und das selbe Tape kann immer noch nur schwer entfernt werden. Eine wichtige Voraussetzung für die Klebekraft des Tapes ist die „saubere“ Hautstelle. Damit ist gemeint – sie sollte frei von Haaren, Öl und Fett sein. Manchmal versuchen Therapeuten mit der Hilfe von Alkohol die zu behandelnde Stelle zu entfetten. Wenn die Person vorher (oder am Abend zuvor) jedoch ein Ölbad genommen hat oder sich eingekremt hat, bringt ein solches „Entfetten“ nicht viel, da nur die oberste Hautschicht gesäubert wird. Darunter sind weiter fettende Bestandteile vorhanden.

Andere Therapeuten greifen auf Sprühkleber zurück, die speziell für das Tapen entwickelt worden seien. Mit so einem Spray wird die zu tapende Stelle besprüht und danach das Tape angelegt. Bei einem solchen Vorgehen wird die ganze Fläche mit dem Sprühkleber abgedeckt. Es ist tatsächlich so, dass durch die Anwendung solcher Sprays die Tapes länger haften bleiben. Die Frage ist jedoch, ob das Kinesiologie Tape dann auch seinen Zweck erfüllt?

Die kinesiologischen Tapes haben ein gemeinsames Merkmal – die wellenförmige Klebeschicht auf dem Baumwollematerial. Die Form der Welle kann sich bei den Herstellern stark unterscheiden – in der Dicke, der Steigung, dem Abstand zwischen den Wellen oder sogar in der Gestaltung der Welle an sich (ob sinusförmig oder in spezieller Form). Zwischen den einzelnen „Kleber“-Wellen sind immer auch kleberfreie Bereiche vorhanden. Beim Dehnen des Tapes ist diese Struktur sehr gut zu erkennen. Dieses spezielle Muster ist bei den kinesiologischen Tapes bewusst so gestaltet. Es wurde festgestellt, dass durch die Wellenstruktur die Art der Zugbelastung auf der Haut eine optimale Wirkung ausübt. Wenn man mit einem zusätzlichen Kleber die Haut besprüht, verändert sich der Hafteffekt des Tapes. Dann wäre er der Anwendung einem elastischen Band, welches komplett mit Kleber beschichtet ist, gleich zu stellen. In so einem Fall könnte man direkt auf ein solches Band zugreifen, was sicherlich auch kostengünstiger wäre.

Die Tape-Hersteller investieren nicht umsonst viel in der Forschung, um eine optimale Klebeschicht zu erreichen. Wenn ein Tape „nicht lange genug“ hält, dann sollte man etwas genauer nach der Ursache schauen. Auf der anderen Seite ist auch die Frage: Wie lange ist „lange genug“?

 

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Das vorgedehnte Kinesiologie Tape

 

Das vorgedehnte Kinesiologie Tape

 

vorgdehntes_Kinesiologie_Tape

Bei den Tape-Anlagen kommen bekanntlich auch Techniken zum Einsatz, bei denen das Tape vorgedehnt wird. In diesem Fall spricht man auch von der Ligamenttechnik. Das Maß der Tape-Vordehnung bestimmt dann der Therapeut selbst in Abhängigkeit davon, was für ein Effekt erzielt werden soll. Es gibt auch kinesiologische Tapes, die vorgedehnt geliefert werden. Meistens wird bei solchen Tapes eine Vordehnung von 10% vom Werk aus angegeben.

Bei der Frage nach der Sinnhaltigkeit dieser Vordehnung, die oft von Taping-Anfängern gestellt wird, scheint es keine plausible Antwort zu geben. Denn wenn der Anwender eine Vordehnung benötigt, kann er diese selbst vornehmen. Falls die Muskeltechnik beim Tapen zum Einsatz kommt, werden in der Regel die Muskeln vorgedehnt. Die einzige logische Erklärung für diese vorgedehnt gelieferten Tapes scheint durch den Herstellungsprozess bedingt zu sein.

In diesem Zusammenhang meinen einige Anwender berechtigterweise: „Wenn ich z. B. eine 5,5 m Rolle kaufe, bekomme ich in der Tat nur 5 m Tape, beziehungsweise bei 5 m nur 4,55 m, wenn das Tape vorgedehnt ist.“ Andere sehen die Elastizität des Tapes durch diese Vordehnung in Mitleidenschaft gezogen, da jedes Material unter Zugbelastung nach einer gewissen Zeit ein Kriechverhalten aufweist und die Elastizität abnimmt.

Sicherlich sollte man beide Meinungen etwas relativieren. Selbst ein vorgedehntes kinesiologisches Tape kann im Preis um einiges günstiger sein als ein nicht vorgedehntes Tape. Auch die Elastizität bei manchen vorgedehnten Tapes kann mindestens so gut sein wie bei nicht vorgedehnten – in Abhängigkeit von der Materialzusammensetzung des Tapes.

Ein vom Werk vorgedehntes Kinesiologie Tape wird unter Zug mit dem Papier zusammengebracht. Sobald das Tape vom Papier gelöst ist, zieht es sich einwenig zusammen. Das „Kriechen“ des Tapes kann man sehr gut selbst beobachten, indem man einfach einen Streifen abschneidet und es eine Weile liegen lässt. Nach einigen Tagen wird die Differenz in der Länge zwischen dem Papier und dem Tapematerial sichtbar. Dadurch lässt sich auch relativ einfach feststellen, ob ein kinesiologisches Tape vorgedehnt ist oder nicht.

 

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