Wissenswertes

Wissenswertes über Magnete und Magnetpflaster - Leonidov® Magnete

Wissenswertes über Magnete und Magnetpflaster - Leonidov® Magnete

 

Dauermagnete als Formmagnete und Magnetpflaster

 

Herstellung und Eigenschaften von Dauermagneten
 

Über die Anwendung von Magneten für Therapiezwecke gibt es mittlerweile einiges an Literatur. Bei einer näheren Betrachtung dieser Literatur stellt man fest, dass das Thema Magnetismus aus zwei Perspektiven behandelt wird. Zum einen sind es die Geräte, die elektrisch ein Magnetfeld erzeugen und dieses zu Therapiezwecke eingesetzt werden. In diesem Zusammenhang findet man oft auch den Begriff der Magnetfeldtherapie. Zum anderen konzentrieren sich einige Autoren auf die therapeutische Wirkung von Dauermagneten. Aufgrund der kleinen Form, des mittlerweile niedrigen Anschaffungspreises und der vielseitigen Anwendung beziehen sich die folgenden Beschreibungen nur auf die Dauermagneten.

Die Dauermagneten sind so magnetisiert, dass sie ein permanentes Magnetfeld erzeugen. Die Sträke wird üblicherweise in Gauß oder in mT angegeben (10 Gauß entsprechen 1 mT). Als Grundmaterial wurden in der Vergangenheit für die Herstellung von Dauermagneten Materialien auf Eisenbasis verwendet (ferritische Magnete). Diese Magnete können in der Regel nur bis zu einem bestimmten Grad (der aus heutiger Sicht als niedrig zu bezeichnen ist) magnetisiert werden. Solche ferritische Magnete haben in der Regel Magnetstärken bis einige Hundert Gauß.

Für die Herstellung von Magneten höherer Stärke werden andere Legierungen verwendet. So können z. B. Neodim-Magnete bis auf einige Tausend Gauß magnetisiert werden. Im Unterschied zu den Ferrit-Magneten, behalten die Neodimmagnete auch ihre Magnetstärke nahezu unverändert über die Zeit. Bei den Ferritmagneten sinkt mit der Zeit die Magnetstärke, insbesondere bei nicht sachgemäßer Aufbewahrung.

Die meistverwendete Formen von Therapiemagneten sind die üblichen runden und rechteckigen Formen. Die Größen reichen von einigen Millimetern bis auf einige Zentimetern. Die Dicke ist üblicherweise von 1-2 bis 4-5 mm, abhängig von der Magnetstärke. Solche Magnete können auch auf Pflaster angebracht sein und fertig für die Anwendung angeboten werden. Besonders wichtig für die Pflastermagnete ist, wie die Polung gekennzeichnet wird, denn dass beeinflusst entscheidend deren Wirkung. Das gilt übrigens für alle Magnete. Eine einzige Ausnahme sind die "gemischten" Magnetpflaster, bei denen Magnete mit Nord- und Süd-Polung aneinander gereiht sind. Nur bei solchen Magneten spielt die Richtung keine Rolle.
 

Die Polung der Magnete und ihr Einfluss
 

Die Magnete haben bekanntlich eine magnetische Ausrichtung, die mit Nord bzw. Süd bezeichnet. In dem Fall spricht man von den magnetischen Polen eines Dauermagnets. Bevor man darauf ausführlicher eingeht, sollte folgendes bedacht werden. In der Literatur sind verschiedene Systeme zu der Bezeichnung der Pole: nord-süd, plus-minus, weiß-gelb, blau-rot. Weiter sind Begriffe wie magnetischer Nord/Süd-Pol, biologischer Nord/Süd-Pol usw. zu treffen. Das macht die Hinweise einiger Literaturwerke schwer mit einander vergleichbar, denn man muss sich in das Konzept des jeweiligen Buches oder Artikels reindenken, was der Autor gemeint hat. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, dass jeder eine einfache Regel für die Anwendung der Magnete für sich selbst festlegt, die er stets als Maßstab benutzt.

Warum ist das so wichtig?
(Nachfolgend wird bewusst auf die verschiedenen Lehren und Facetten des Themas Magnetismus als Therapie, Meridianverläufe, Punkte usw. verzichtet, denn das kann in der unten genannten Literatur nachgelesen werden.)
Die therapeutische Wirkung der Dauermagneten setzt meistens - vereinfacht ausgedrückt - auf zwei Elemente: aktivierend und sedierend. Diese Wirkung resultiert aus dem Verlauf der Magnetlinien. Als Regel gilt, dass der Magnetfluss von Nord nach Süd erfolgt. Das ist auch der natürliche Magnetfluss der Erde. (Dass die magnetischen Pole der Erde nicht direkt auf den geographischen Polen liegen, wird hier nur vollständigkeitshalber erwähnt. Die Abweichung von einigen hundert Kilometern gemessen am Maßstab der Erde ist praktisch zu vernachlässigen.) Somit hat ein Magnet folgende Ausrichtung:

                                                                                  Magnetfluss eines Dauermagneten

Falls dieser Magnet auf eine bestimmte Stelle genauso draufgelegt wird, erfolgt ein Zufluss an magnetischer Energie an der Stelle (aktivierende Wirkung.) Falls der Magnet andersrum gelegt wird (S oben und N unten) der der Magnetfluss eine herausziehende Wirkung (sedierend). Entscheidend ist zu wissen, ob und wie die richtige Polung auf den Magneten gekennzeichnet ist. Die einfache Regel, die hier anzuwenden ist, lautet, dass sich gegenseitige Pole anziehen. Das bedeutet, dass der N-Pol und ein S-Pol sich gemeinsam anziehen würden.

 

                                                                                 Richtungsbestimmung eines Dauermagneten mit einem Kompass

 

Am einfachsten lässt sich demzufolge die Polung des Magneten mit einem Kompass überprüfen. Nachdem den Kompass Richtung N-S  ausgerichtet ist, nährt man den Magneten mit der zu bestimmenden Fläche der Südseite der Kompassnadel. Falls sich durch die Annährung die Kompassnadel nicht ablenkt, ist diese Seite des Magneten Nord. Ansonsten ist es die Südseite. Dieser Test ist sehr nützlich bei Magneten, deren Flächen nicht gekennzeichnet sind. Aber auch um falsche Annahmen zur Kennzeichnung zu vermeiden kann man so vorgehen.
 

Der Magnetfluss bei einigen Typischen Formmagneten
 

Oft werden Magnete mit verschiedenen Formen verwendet: Scheiben, Stäbchen, Sterne, Ringe. Hier ist dargestellt wie der magnetische Strom erfolgt, um daraus die entsprechende Wirkung ableiten zu können. An der Stelle sei erwähnt, dass sich auch einige Standard-Farben bei der Markierung der Pole durchgesetzt haben: weiß für Nord, gelb für Süd, blau für Nord und rot für Süd. Eine Eselsbrücke könnte hier wie bei den Edelmetallen verwendet werden (weiß wie Silber - sedierend, gelb wie Gold - aktivieren). Analog zu der Farblehre lässt sich dies bei den Farben blau - sedierend und rot - aktivierend verwenden. Dabei ist die Farbe gemeint, die mit dem Körper im Kontakt ist.

       Magnetfluss bei Magnetsternen und Scheibenmagneten Magnetfluss beim Ringmagnet  Magnetfluss beim Stabmagnet

 

Eine Sonderform stellen die Hufeisenmagnete und die Magnetkügelchen dar. Bei den Hufeisenmagneten erfolgt die Wirkung parallel mit entgegengesetzer Richtung. Die Magnetkügelchen können wie zwei Halbkugeln betrachtet werden, die gegenseitig magnetisierert sind. Da bei den Magnetkügelchen eine Bestimmung der Polung sehr unhandlich ist, empfiehlt sich die versilberten und vergoldeten Kügelchen zu verwenden, die bereits mit der Richtigen Polung auf Pflaster befestigt sind. Aus dem genannten Grund ist eine Wiederverwendung der Magnetkügelchen durch ein Erneuern des Pflasters nicht sinnvoll. Anders sieht es bei den Magnetfpastern aus, die aus Scheibenmagneten bestehen. Oft sind diese Magnete aus Niodim und mit einer speziellen Beschichtung versehen, die gegen viele Einflüsse korrosionsbeständig ist. Das macht sie wiederverwendbar, indem neue Pflaster verwendet werden. Oft haben solche Magnete eine prägnante Markierung mit einem Hinweis auf den betreffenden Pol.
 

Wie und wie lange werden Magnete angewendet?
 

Das ist eine typische Frage, die sich Anwender stellen - insbesondere wenn sie gerade anfangen sich intensiver damit zu beschäftigen. Darüber lässt sich keine eindeutige Aussage machen, vor allem was die Magnetstärke und die Dauer der Anwendung betrifft. Verschiedene Personen reagieren unterschiedlich auf das Magnetfeld. Je höher die Stärke eines Magneten ist, desto kürzer ist die Behandlungsdauer. Sie kann von einigen Minuten bis einige Stunden - oder auch einige Tage sein (bei schwachen Magnetpflastern). In der entsprechenden Fachliteratur sind reichliche Beispiele für die Anwendung von Magneten beschrieben.
 

Literatur:
Robert Dehin, "Schmerzfrei dank Magnet-Therapie", 1994
Roman Stadtmüller, "Moderne Magnetotherapie", 2001
Ghanshyam Sign Birla, Colette Hemlin, "Magnet-Therapie", 2005
Holger Hannemann, "Die Heilkraft des Magneten", 1983
Michael Thierra, "Heilen mit Magneten", 2005
Dr. Jörg, Zittlau, "Heilende Magnete", 2001
Dr. Jörg Zittau, "Schmerzen lindern mit Magneten", 2000